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Führende Zelenka-Interpreten dieser Tage (aus der Rezension zu Zelenkas „Officium defunctorum“ ZWV 47, „Requiem in D“ ZWV 46) „... die Solisten sind alle hervorragend – es wäre unpassend von mir, nur einem Aufmerksamkeit zu schenken, doch ich denke, dass sich ein weiterer tschechischer Stern am Firmament der Alten Musik ankündigt: Die Mezzosopranistin Markéta Cukrová (und das sage ich nicht zum ersten Mal!) nimmt mit Sicherheit dort ihren Platz ein – und als Ensemble zählen die 1704er zu den führenden Zelenka-Interpreten dieser Tage. (...) Glückliche Zeiten für Zelenka-Fans.“ BBC, Early Music Review, April 2011 L’Estro Armonico, Collegium 1704, Kloster Břevnov, 4. Februar 2011 „... Václav Luks und sein Ensemble interpretieren Vivaldi mit demselben Geist und der Virtuosität, die sie bei all ihren Konzerten an den Tag legen: mit Verstand, Präzision und größter Lebhaftigkeit. (...) Ein besonderes Vermögen von Collegium 1704 sind die Fähigkeiten der Musiker – ein perfekt aufeinander eingespieltes Ensemble, das Disziplin und Spielfreude mehr als jedes andere im Kreis der Alten Musik verbindet (...) Am Ende war es augenscheinlich, welch große Freude sie beim Musizieren hatten. Eine Einstellung, die das Publikum aufnahm und mit Dank und Beifallsstürmen erwiderte. Prag Kultur, 8.2.2011, Frank Kuznik
„... Collegium 1704 bot Freitagnacht eine feurige Aufführung des populären Oratoriums, die ... den frostigen Straßen der Altstadt einen strahlenden Glanz verlieh. (...) Der Klang war mächtig und voll, dennoch absolut klar. (...) Der Chor folgte dem mit bestmöglichem Klange, so gut wie das ganze Jahr über, lebhaft und beseelt, ohne die Komplexität oder feinste Nuancen der Musik zu übergehen. Luks ist meisterhaft und arbeitet die Feinheiten heraus, während er seinen Stimmen, die gen Himmel zu schweben scheinen, freie Zügel gibt. (...) Marián Krejčík bewies einen für einen Bassisten überraschenden Umfang und exzellente Diktion. Die Sopranistin Alena Hellerová und Altistin Markéta Cukrová waren ebenso bemerkenswert mit ihren in fließendem Englisch vorgetragenen Interpretationen. (...) Ein weiteres Vermögen, das Collegium 1704 dem Alte-Musik-Repertoire anheim gibt, ist seine unbändige Spielfreude, das Gefühl der Freude und Spontaneität, das alles Geschriebene transzendiert. Dies stand am Freitagabend in voller Blüte, stets offenkundig vom Lächeln auf den Gesichtern der Violinisten bis hin zur Energie der Musik, die wie eine Explosion von Konfetti und Ballons von der Bühne ausbricht. Es gibt andere Wege, den ‚Messias’ zu interpretieren, schwerlich jedoch ist dieser hinsichtlich emotionaler Kraft und Sprachgewalt zu überbieten. So scheint es nur natürlich, dass das Publikum mit stehenden Ovationen applaudierte und mit Bravos dankte, als die Echos des ‚Halleluja’ noch einmal durch die Kirche hallten. Das Prager Publikum feiert dieser Tage vieles mit Standing Ovations, doch diesmal war es wahrlich verdient ...“ Prag Kultur, 2.1.2011, Frank Kuznik Luks und sein Ensemble an den Pforten des Himmels „Collegium 1704 interpretiert Barockmusik mit glühender Leidenschaft, mit einer Fassung von Musik, die mit Energie aufsteigt und voller Gefühl leuchtet. Es hat eine transformierende Wirkung ... Collegium 1704 in einer Kirche zu hören bringt einen auf Erden so nah gen Himmel wie nur möglich. (…) Der letzte Satz (von ‚Ich Hatte Viel Bekümmernis’ BWV 21) mit vollem Chor und Hörnern in höchsten Noten und vollster Kraft kam einem Ruf, die Pforten des Himmels zu öffnen, gleich. Noch präziser über die Musik zu schreiben ist schwierig, denn in den Händen des Dirigenten Václav Luks ist diese allzu verführerisch. Die analytische Distanz weicht rasch der Berührtheit, die, obwohl licht ausgeprägt, zutiefst ausdrucksstark ist, ohne einen einzigen Schlag oder auch nur eine Note zu vernachlässigen. (...) Es gibt sonst niemanden, der es vermag, eine barocke Partitur derart feinfühlig und präzise zusammenzufügen. Luks ist voller ernsthafter Hingabe beim Studium dieser Musik, doch in seinen Interpretationen streift er diese mit großer Spontaneität ab. Kurz gesagt: Collegium 1704 zu hören ist ein Erlebnis. Die Atmosphäre ist bezaubernd, die Musik ist prächtig und ihre Ausführung außerordentlich – doch die Summe von all dem ist etwas anderes, ein Flug in eine andere Sphäre und Zeit. Fragen Sie einfach die Engel und die Heiligen.“ Prag Kultur, 1.11.2010, Frank Kuznik |
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