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Rezensionen
11/2013
Steven Ritter
Audiophile Audition

Zelenka-Spezialisten drücken ihren Stempel auf Bachs h-Moll-Meisterwerk

„Doch was wohl am meisten für diese Aufnahme spricht ist die Art und Weise, wie Luks diesen Giganten so brillant zusammenhält, stilistisch variantenreich und technisch nachsichtig in zahlreichen barocken Formen und Effekten. Seine Musiker und Sänger folgen dieser Interpretation höchst enthusiastisch und machen diese zur spannendsten Version der Messe, die ich je gehört habe.“

Rezension über die CD-Aufnahme der Messe in h-Moll von J. S. Bach
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18/5/2012
J. S. Marcus
The Wall Street Journal

Eine neue Generation tschechischer Stars nimmt nach der Wende die Welt der Klassik im Sturm

„Eine neue Welle junger tschechischer Klassik-Musiker steht kurz vor großen internationalen Karrieren. Während das Festival Prager Frühling im Gange ist, blicken wir auf die Künstler des Landes, die den Durchbruch geschafft haben: die Opernsängerin Magdalena Kožená, der Künstlerische Leiter Vaclav Luks, das Pavel Haas Quartett, der Dirigent Tomáš Netopil, der Bassbariton Adam Plachetka (...)
In diesem Jahr werden Herr Luks und sein Collegium auf Europatour mit Frau Kožená gehen und Vokalwerke von Händel und Vivaldi aufführen sowie später in Prags führendem Musikzentrum, dem Rudolfinum, eine neue Reihe auf historischen Instrumenten eröffnen."
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19/6/2012
Ingobert Waltenberger
Der Neue Merker

Versailles Grand Trianon: Gala der 4 Counter-Tenöre

Prachtvoll liegt der berühmte Palast, den Ludwig XIV von Jules Hardouin-Mansart errichten hat lassen, in der frühsommerlichen Abendsonne. Der berühmte Marmor rose der Säulenhalle reflektiert das Licht auf die blühenden Wiesen rundum. Eine Stimmung zum Niederknien, bevor die Liebhaber von Barockmusik im großen Saal rechtzeitig unter Stimmung der Instrumente des tschechischen Ensembles Collegium 1704 Platz nehmen. Alle warten gespannt auf den Wettstreit von vier der derzeit bedeutendsten Counters unserer Zeit um die Gunst Händels samt Zeitgenossen und wohl auch die des Publikums: Max Emanuel Cencic, Terry Wey, Xavier Sabata und Vince Yi.
[...]
Václav Luks vermag den richtigen dramatisch-erdigen Kontrapunkt inmitten so viel himmelfliegender Vokalmusik mit Intuition zu setzen. Das mehr als spielfreudige und bestens auf aufeinander abgestimmte Ensemble hebt sich vom 'esoterischen Gezirpe' anderer minimalistisch besetzter Barockorchester wohltuend ab. Es setzt die nötigen Säulen auf dem festlich tänzerischen Parkett, auf dem die leuchtenden Vokalraketen ihren Halt und Erdung für ihre ephemere Kunst finden.
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7/2011
Jean-Luc Macia
Diapason

Diapason d'Or / Entdeckung

„Die ganze CD, von Anfang bis Ende, ist ein Zeugnis von Präzision und selten stilsicherer Perfektion des Collegium 1704. Dies ist eine wahre musikalische Entdeckung.“

Diapason d'Or für die CD-Aufnahme des „Officium defunctorum“ und „Requiem in D-Dur“ von J. D. Zelenka
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14/4/2011
David Vickers
Gramophone

Editor’s Choice & CD des Monats vom Magazin Gramophone für die CD-Einspielung von Zelenkas Officium defunctorum & Requiem

Die neu veröffentlichte CD mit Zelenkas Officium defunctorum & Requiem wurde mit dem prestigeträchtigen Editor’s Choice des Magazins Gramophone ausgezeichnet und zur CD des Monats Juni 2011 gekürt.

„Václav Luks interpretiert das Officium defunctorum mit unerschöpflich dramatischer Energie; die Musiker von Collegium 1704 und der Chor gestalten voller Lyrik und Präzision. Die außergewöhnliche Einleitung besitzt einige erstaunlich dramatische Höhepunkte in seinen orchestralen Ritornellen und die Altistin Markéta Cukrová und der exzellente Chor harmonieren vollkommen. (...) Die Hörner, Trompeten und Flöten von Collegium 1704 erschaffen in der Einleitung wie im Ausgang des feierlichen Kyrie bezaubernde Strukturen, begleitet von Hana Blažíkovás anmutigem Gesang in ‚Christe eleison’. (...) Ein vortreffliches Meisterwerk wurde enthüllt.“
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6/1/2015
Benjamin Künzel
www.klassik.com

Orfeo trauert dreimal

Dieser doppelbödige Opernfilm fesselt von der ersten bis zur letzten Minute. [...] Begleitet werden die Sänger vom Alte-Musik-Orchester Collegium 1704, das ebenfalls in Kostüm und Maske im historischen Orchestergraben bei Kerzenbeleuchtung Platz genommen hat. Schwungvoll und einfühlsam leitet der Dirigent Václav Luks seine Musiker sowie den prägnanten Chor Collegium Vocale 1704 durch die Abgründe von Erde und Unterwelt. Ein Ohren- und Augenschmaus, der lange im Zuschauer nachhallt.

Gluck, Christoph Willibald: Orpheus & Eurydike
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18/6/2015
Tatjana Böhme-Mehner
Leipziger Volkszeitung

Bachfest-Entdeckungen

Ein frischer, satter Klang und ein überraschendes Juwel. Die zweite Entdeckung dieses Konzertabends sind die beiden Ensembles: Collegium Vocale 1704 und Collegium 1704, die von Václav Luks geleitet werden... Vor allem mit Zelenka setzen diese Musiker Maßstäbe. Überzeugend ist das Konzept, mit dem sich Luks diesem verblüffenden Werk nähert, differenziert an den Gegensätzen arbeitet und so zu einer grandiosen dramaturgischen Geschlossenheit findet. So packend und kurzweilig kann Kirchenmusik sein. (...)
Angesichts all dessen ist der tosende Jubel am Konzertende nicht weiter verwunderlich. Dass Luks für die Zugabe Zelenkas Benedictus auswählt, spricht zusätzlich für seine musikalische Intelligenz: Keinen der effektvoll auftrumpfenden Sätze, sondern die kühnen Strukturen des zarten Satzes für Frauenstimmen – Musik mit Suchtpotenzial.

Bachfest Leipzig, Zelenka: Missa Omnium Sanctorum 16. 6. 2015
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20/7/2015
Gottfried Franz Kasparek
DrehPunktKultur

Emotional aufgeladen und doch abgespeckt

Zweifellos ist das gewaltige Stück eine ökumenische Messe, denn das Latein war dem Leipziger Protestantismus der Bach-Zeit keineswegs fremd. Dass sie deshalb auch für den katholischen König in Dresden taugte, war eine für den ein Hofamt anstrebenden Komponisten erfreuliche Tatsache. All dies ist historisch interessant, bleibt aber letztlich unwesentlich vor der Zeiten und Religionen überspannenden, spirituellen Kraft dieser Musik und der wahrhaft himmlischen, eigentlich alle christlichen Liturgien überfordernden Länge des Gesamtwerks. Mag es nun als solches geplant worden oder, plausibler, im Lauf der Jahre zusammen gefügt worden sein.
Zu Zeiten der „Hohen Messe“ marschierten Hundertschaften musizierender und singender Menschen aufs Podium und sorgten für romantisch aufgeladene Kolossal-Klanggemälde. Die Originalklangbewegung sorgte dann für reinigende Askese, die freilich mitunter genau das erreichte, was Bach nicht wollte, worunter er sogar litt – nachzulesen in seiner berühmten Eingabe an die Leipziger Kunst-Sparmeister. Eine rein solistische Besetzung mag strukturell erhellend sein, den Willen des Komponisten erfüllt sie nicht.

Václav Luks, der tschechische Barockspezialist und Dirigent dieser denkwürdigen Aufführung, arbeitet mit seinem „Collegium Vocale 1704“, einem wundersam klar artikulierenden, in allen Stimmlagen berückend klangschönen und dennoch transparent klingenden 30köpfigen Chor, und dem aus ebenso viel Leuten bestehenden „Collegium 1704“. Letzteres, angeführt von der perfekten Konzertmeisterin Helena Zemanová, spielt mit größter Selbstverständlichkeit auf barocken Instrumenten und natürlich historisch informiert, jedoch in jedem Takt emotional aufgeladen.
Böhmische Musizierlaune tut, mit Verlaub, der herben Meisterschaft des Kontrapunkts erfrischend gut und kann durchaus ohne Vibratoseligkeit daherkommen. Die Angabe von drei Klarinetten im Programmheft verblüfft zunächst; offenbar ein Übersetzungsfehler, denn es handelt sich um drei fabelhaft schmetternde Trompeten, barock auch „Clarino“ genannt.
Václav Luks zeichnet die Komplexität und Innerlichkeit des Werks mit beredten, beschwörenden Gesten nach. Lyrische Abschnitte, vor allem die Arien der im Chor mitsingenden Solistinnen und Solisten, gelingen ohne Sentiment, schlicht, berührend und voll verzaubernder Klangpoesie. Die Sopranistinnen Hana Blažiková und Sophie Harmsen, der Altist Alex Potter, der Tenor Václav Čižek und die Bässe Tomás Král und Marian Krejčik erfüllen ihre Rollen mit stimmlicher Qualität und hoher Ausdruckskraft. Grandios wirken die dramatischen Sequenzen, besonders die mitreißenden Übergange dazu. Credo und Osanna erscheinen in einer bei aller Energieentladung prächtigen Farbigkeit – überhaupt sind es die vielen Farben der Partitur, die Luks mit Akribie vermittelt, dabei nie den großen, weit atmenden Bogen der Musik vergessend. Großer Jubel und Standing Ovations. Der Maestro und seine Collegien bedankten sich mit einer Wiederholung des atmosphärischen „Dona nobis pacem“.
1/6/2019
Roland H. Dippel
Oper! Das Magazin

Recensione CD Messiah

"Immer nachdrücklicher drängen Collegium 1704 und Collegium Vocale 1704 in den Olymp der Händel-Interpreten. Nach Israel in Egypt steht für sie das Oratorium La resurrezione mit Julia Lezhneva (und die mit Spannung erwartete Wiederentdeckung von Vivaldis Oper Arsilda, regina di Ponto) im Kalender. Dieses Ensemble zieht außerordentliche Erfahrungen aus der Beschäftigung mit dem prachtvoll repräsentativen Jan Dismas Zelenka und dem der Empfindsamkeit nahestehenden Josef Mysliveček hinüber zum bekanntesten Oratorium Handels.
Die Konkurrenz auf Tonträgern ist außerordentlich groß. Neben dieser zeichnet sich die Lesart des tschechischen Cembalisten und Dirigenten Václav Luks durch einen profunden Schönklang aus, den er für das in komplizierter Zusammenarbeit Händels mit Charles Jennens entstandene Oratorium vom ersten bis zum letzten Takt kultiviert. Wie bei Bachs Matthaus-Passion zählt für Luks im Messiah die Ausdruckskraft der Musik selbst alles, eine interpretierende Definition nach sakraler oder dramatischer Wesenhaftigkeit nur wenig. Damit bestätigt Luks letztlich, dass die Querelen nach der Urauf- führung in Dublin 1742aus Perspektive der anglikanischen Kirche sogar berechtigt waren: Messiah, das Opus mit der ungewöhnlichen Dramaturgie von der Ankündigung des Heilands zu dessen Selbstopfer für die Menschheit und Verherrlichung der Erlösung, wurde vor allem als "Grand Musical Entertainment" gefeiert.
Eine historisch informierte Aufführungspraxis realisieren Orchester und Chor ganz selbstverständlich. Insofern gehören Collegium 1704 und Collegium Vocale 1704 zu jenen jüngeren Ensembles, die vom Erfahrungsgewinn mit Alter Musik in den letzten Jahrzehnten enorm profitieren. Sie wollen keine sezierend analytischen Inter- pretationsexpertisen: Diese Live-Aufnahme hat eine hervorragend ausbalancierte Proportion zwischen Bläsern und Streichern, Chor und Soli. Vor allem zeigt Luks erneut sein phänomenales Gespür für Besetzungskombinationen. Hier wird nicht der Altus Benno Schachtner, der es ohne weiteres verdient hätte, als Primo uomo inthronisiert, sondern der polnische Tenor Krystian Adam: Eine Stimme mit strahlendem Leuchten und dazu perfekter Ausgeglichenheit von Diktion und Phrasierung. Giulia Semenzato und Kresimir Strazanac bestehen daneben mit allen Ehren, was in dieser traumhaften Konstellation wirklich schwer ist. Nicht zuletzt springen elektrisierende Funken aus dem Gespür und der im musikalischen Dialog packenden Intuition des Collegium 1704. Denn dessen Auftritte sind weitaus mehr als Performances barocker Authentizität. Fast paradiesisch ist auch die Akustik des Prager Rudolfinum, wo diese Aufnahme entstand."
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23/7/2019
Anna Šerých
Opera+

Z hlubin víry k nejvyšším kvalitám hudby – Zelenka, Bach a Collegium 1704 na Salzburger Festspiele

Václav Luks a jeho ansámbly Collegium 1704 a Collegium Vocale 1704 zaujali prestižní Salcburský festival hned napoprvé jako vůdčí bachovský interpretační soubor, a to Mší h moll; byli okamžitě pozváni znovu, uvést grandiózní Missu Salisburgensis, autentické dílo v autentickém prostředí – Heinrich Ignaz Biber ji napsal právě pro salcburskou katedrálu. Kolosální dílo nadchlo beze zbytku, loni úspěšně uvedli oratorium San Giovanni Battista Alessandra Stradelly, letošní festivalový koncert v koncertní řadě Ouverture Spirituelle byl znova úspěch triumfální.

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